Computer und Nachhaltigkeit – ein Widerspruch?

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Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein sind zu Recht wichtige Themen geworden und immer mehr Menschen machen sich Gedanken um den eigenen ökologischen Fußabdruck. Wie oft fliegen wir, welches Auto fahren wir, wie oft nutzen wir unser Auto, wie konsequent kaufen wir saisonales und regionales Gemüse bzw. Obst und verzichten wir tatsächlich komplett auf Wegwerfprodukte wie Strohhalme und Kaffebecher? An allen Ecken und Enden beginnen wir darüber nachzudenken, möglichst umweltbewusst und nachhaltig zu leben. Ein Umdenken, das nicht nur wichtig ist, sondern auch überfällig!

Doch wie sieht das eigentlich mit unseren Computern und Smartphones aus?

Weshalb wird in diesem Bereich so wenig über Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein gesprochen?

Beschäftigen wir uns mit den großen Herstellern von Computern und Smartphones, dann stoßen wir schnell auf ausbeuterische Arbeitsverhältnisse, sowie eine Rohstoffgewinnung, die nicht nur Lebensräume zerstört, sondern teilweise unter unmenschlichen und gefährlichen Bedingungen stattfindet. Hinzukommt, dass viele Menschen Computer, Tablets und Smartphones nur sehr wenige Jahre nutzen und sich dann schon für ein neues Gerät mit noch mehr Funktionen, einer besseren Leistung und schickerem Design entscheiden. Rund 1,8 Milliarden Handys wurden allein im Jahr 2019 weltweit verkauft – eine gigantisch hohe Zahl, die zeigt, wie schnell aktuelle Handys durch neuere ersetzt werden!

Natürlich kann die Lösung nicht sein, auf Computer und Smartphones zu verzichten. Für mich zumindest wäre das undenkbar! Aber es ist trotzdem möglich auch in diesem Bereich auf seinen ökologischen Fußabdruck zu achten.

Es muss nicht immer das neuste Modell sein!

Ich beispielsweise kaufe fast alle meine Computer und Smartphones gebraucht. Und ich wechsel meine Geräte auch nicht jedes Jahr. Trotzdem habe ich hochwertige Computer (Apple Macs), Smartphones und Gadgets in Betrieb, denn das eine schließt das andere nicht aus!

Wer Computer secondhand kauft, muss allerdings vorsichtig sein, denn es gibt viele Betrüger! Daher solltest Du bei einem Privatkauf wirklich extrem vorsichtig sein und Dich auskennen (oder einen Profi dabeihaben)! Ich persönlich kaufe meine Computer und Smartphones am liebsten in einem Second-Hand-Geschäft bei mir vor Ort, das die Geräte nicht nur gründlich checkt, sondern mir auch eine Garantie darauf gibt. Da ich in Spanien lebe, brauche ich an dieser Stelle keine Werbung für dieses Geschäft machen, denn das würde Dir wahrscheinlich wenig nützen. Aber es gibt auch in Deutschland tolle Anbieter.

Ihr solltet zum Beispiel unbedingt mal einen Blick auf GreenPanda werfen. Das Unternehmen verkauft gebrauche Notebooks und gebrauchte Computer der Marken Dell, Fujitsu, HP, Lenovo und Apple. Dabei handelt es sich allerdings nicht um Geräte von Privatpersonen, sondern um Business-Geräte, die zum Großteil Rückläufer aus Leasingverträgen von großen Unternehmen und Konzernen sind. Hier werden also hochwertige Computer angeboten, die alle gereinigt, getestet und aufbereitet wurden. Und natürlich bietet auch GreenPanda (genauso wie mein spanisches Geschäft) eine Garantie auf die Geräte. Und was mir auch noch gut gefällt: die Firma versucht klug zu investieren und weniger Geld für große Marketing-Aktionen etc. auszugeben, sondern stattdessen tolle Projekte zu unterstützen und an gemeinnützige Vereine zu spenden oder Bäume zu pflanzen.

Alternativen zu den klassischen Geräten

Zuletzt muss ich unbedingt noch erwähnen, dass es auch Computer und Smartphones gibt, die unter möglichst fairen Bedingungen hergestellt wurden und stark auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz setzen. Das bekannteste Beispiel hierfür ist wahrscheinlich das Fairphone. Da ich – wie meine treuen Leserinnen und Leser wissen – aber ein Apple-Fangirl bin, kommt so etwas für mich leider nicht in Frage. Aber vielleicht wäre es ja etwas für Dich?

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Katharina Kokoska

Bloggerin von Frisch-gebloggt.de // iNerd // Bloggerin, Texterin, Web Consultant und Internet-Poweruser // Bücherwurm und leidenschaftliche Hobbyfotografin // Nach-Gran-Canaria-Ausgewanderte

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