Überwacht Dein Partner heimlich Dein Handy?

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Eifersucht ist wie Salz: ein bißchen davon würzt den Braten, aber zuviel macht ihn völlig ungenießbar.

So formulierte es einst der berühmte französische Philosoph und Autor Honoré de Balzac. Und tatsächlich: übermäßige Eifersucht schafft meistens nur Leid und zerstört Beziehungen, wenn ihr nicht Einhalt geboten wird. Dennoch können sich viele nicht frei davon machen. Und nicht selten führt wachsende Eifersucht und Mißtrauen dazu, dass der Eifersüchtige plötzlich anfängt, seinen Partner oder seine Partnerin auszuspionieren. Vor dreißig Jahren sind die eifersüchtigen Männer und Frauen ihrem Partner vielleicht unbemerkt gefolgt oder haben heimlich einen Detektiv in München, Hamburg oder Berlin beauftragt, der Beweise für die vermeintliche Untreue besorgen sollte. Hotelrechnungen wurden gefunden, versteckte Liebesbriefe entdeckt oder auf Lippenstiftflecken in Hemdkragen geachtet. Heutzutage ist für eifersüchtige Partner aber das Smartphone das Objekt der Begierde. Denn diesem kleinen Gerät lassen sich so unglaublich viele Informationen über seinen Besitzer entlocken…

Verrätst Du mir Dein Passwort?

Die erste Hürde, um einen Blick in das Smartphone eines anderen zu werfen, ist das Passwort bzw. der Handycode. Ich persönlich behalte mein Handypasswort für mich und verrate es niemanden. Auch nicht meinem Ehemann! Es geht um die Sicherheit meiner Daten und meine Privatsphäre, das hat mit Liebe nichts zu tun. Überlege Dir doch nur mal den schlimmsten Fall: stelle Dir vor, Du trennst Dich und Dein Partner kennt alle Deine Passwörter. Aus verletztem Stolz oder Liebeskummer könnte Dein Ex-Partner Daten auf Deinem Handy löschen, auf Deinem Facebook- oder Instagram-Account irgendwelche Peinlichkeiten posten oder private Bilder und Videos entwenden. Oder heimlich eine Überwachungs-App installieren. Auch wenn Du es Dir nicht vorstellen kannst, führe Dir vor Augen, was passieren könnte. Als Informatikerin bleibe ich strikt dabei: Handy-Passwörter werden an niemanden weitergegeben! Auch nicht an den Partner oder Familienangehörigen. Genauso wenig wie Computerpasswörter oder Kreditkarten-Codes. Ich sehe ehrlich gesagt auch keinen Grund, weshalb mein Partner oder meine Familie diese Passwörter kennen sollten!

Überwachungs-Apps

Tatsächlich ist es möglich auf einem Smartphone heimlich eine Überwachungs-App zu installieren. Diese Spionage-Programme können zum Beispiel GPS-Daten (Informationen über den Standort), Chat- und Browserverläufe, aber auch E-Mails, Videos und Fotos auslesen. Einige Apps bieten zu einem Aufpreis sogar noch mehr und locken ihre Kunden mit Live-Aufnahmen von Kamera und Mikrofon. Und schon wird das Smartphone unbemerkt zur Wanze und der oder die Betroffene kann rund um die Uhr abgehört werden. Das klingt nach Science Fiction? Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe berichten, dass sie mit dem Problem von Spionage-Apps längst zu kämpfen haben. Es ist also keine Seltenheit, dass solche Apps ohne das Wissen des Opfers installiert und genutzt werden. Dabei ist das eine Straftat! Denn das Ausspionieren ohne Erlaubnis verstößt gleich gegen mehrere Paragrafen des Strafgesetzbuchs und wird mit einer hohen Geldstrafe oder bis zu drei Jahren Haft geahndet.

Werde ich auch überwacht?

Jetzt fragst Du dich sicherlich, ob Du vielleicht auch eine solche Spionage-App auf Deinem Handy hast. Schließlich sind diese Apps gut versteckt und nicht leicht zu erkennen. Für Laien ist es schwer herauszufinden, ob das eigene Smartphone ausspioniert wird. Am besten lässt Du mal einen Fachmann in Dein Smartphone schauen. Es gibt aber einige Hinweise, die auf eine Spionage-Software hindeuten. Dazu gehört beispielsweise ein ungewöhnlich hoher Akku- oder Datenverbrauch. Und wer sich etwas besser auskennt, sollte überprüfen, ob ein „Jailbreak“ (bei einem iPhone) oder ein „Rooting“ (bei einem Android-Handy) durchgeführt wurde.

 

 

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Katharina Kokoska

Bloggerin von Frisch-gebloggt.de // iNerd // Bloggerin, Texterin, Web Consultant und Internet-Poweruser // Bücherwurm und leidenschaftliche Hobbyfotografin // Nach-Gran-Canaria-Ausgewanderte

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