Schon einmal ein iPad Pro mit Apple Pencil getestet?

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Seit vielen Jahren habe ich schon ein iPad. Ich finde das Apple Tablet einfach praktisch. Und nutze es in meinem Alltag wirklich viel. Ich nehme es, wenn ich für die Arbeit Texte schreibe oder PDFs gegenlese und mich dazu in ein Café oder gemütlich in eine Ecke setzen möchte. Ich nutze es um Bücher zu lesen, News zu konsumieren, Filme zu gucken und zu surfen. Und auf Reisen ist mein iPad der perfekte Begleiter, sowohl als Arbeitsgerät als auch als Entertainmentprofi. Doch nun habe ich mir ein neues iPad gegönnt, das meine Erwartungen weit betroffen hat: das iPad Pro mit Apple Pencil 2! Und ich bin echt komplett aus dem Häuschen!

Hast Du schon einmal mit einem Apple Pencil auf dem iPad geschrieben? Nein? Dann solltest Du das unbedingt in einem Apple Store oder Elektromarkt bei einem Ausstellungsstück ausprobieren. Ich hätte nie gedacht, wie gut das funktioniert und wie praktisch dieser Smartpen ist! Tatsächlich ist es nun möglich handschriftliche Notizen zu machen. Mit dem Apple Pencil lässt sich komfortabel schreiben und das Geschriebene ist wirklich gut lesbar (sofern die eigene Handschrift keine Sauklaue ist). Das Schreiben mit dem Apple Pencil funktioniert ohne spürbare Verzögerung, mit pixel­genauer Präzision sowie Neigungs‑ und Druck­erkennung. Das Gefühl beim Schreiben ist wirklich unglaublich. Und da ich viele handschriftliche Notizen mache, ist es für mich eine Revolution, diese nun digital auf meinem iPad verfassen zu können!

Welches iPad mit welchem Apple Pencil?

Vor wenigen Wochen kam das neue iPad und iPad Air auf dem Markt. Zum ersten Mal unterstützt die günstigste iPad-Version nun auch den Pencil. Und so überlegte ich, mir dieses iPad zu kaufen. Immerhin ist dieses schon für 369,40 Euro zu haben. Doch damit es es nicht getan. Denn auch ein Apple Pencil und eine neue iPad Hülle kommen noch oben drauf. Das sind dann nochmal mindest 100 Euro obendrauf. Und beim Kauf des Apple Pencils wird dann auch schnell klar: Das Standard iPad 2020 ist nur mit dem Apple Pencil der ersten Generation kompatibel. Also schaute ich mir das neue iPad Air genauer an. Doch das ist leider auch kein Schnäppchen. Es kostet mindestens 632,60 €. Hinzukommt der Apple Pencil 2 für rund 130 Euro. Und auf eine passende Apple iPad Air (2020) Hülle würde ich auch nicht verzichten wollen. Dann sind wir hier auch schon wieder bei geschmeidigen 750 Euro.

Also entschied ich mich lieber nach einem gebrauchten iPad Pro aus dem Jahr 2018 Ausschau zu halten. Vielleicht würde ich ja ein Schnäppchen finden. Und tatsächlich entdeckte ich eine Anzeige bei Facebook Marketplace, in der dieses iPad mit dem Apple Pencil 2 und einer Markenhülle ganz in meiner Nähe angeboten wurde. Erst ein halbes Jahr alt und mit Rechnung, die mir sogar noch 1,5 Jahre Garantie bescherte. Und so bin ich nun stolze Besitzerin eines iPad Pros und freue mich mit dem Pencil auf meinem neuen Tablet Schreiben und Zeichnen zu können.

Warum ich den Apple Pencil 2 so liebe

Im Vergleich zur ersten Generation haftet der Apple Pencil 2 magnetisch an meinem iPad und wird beim Anlegen gekoppelt und auch aufgeladen. Das ist eine elegante und praktische Lösung, die mir gut gefällt. Und er liegt unfassbar gut in der Hand und schreiben fühlt sich fantastisch an. Er hat auch eine Touch Oberfläche, die das Doppeltippen unterstützt. So kann ich Werkzeuge wechseln, ohne ihn abzusetzen. Er erkennt wieviel Druck ich beim Schreiben ausübe und setzt das beim Schreiben um. Und selbst Schraffieren unterstützt der Apple Pencil!

Technik, die begeistert!

Neues iPad-Betriebssystem, neue coole Pencil-Funktionen

Seit iOS14 gibt es wirklich coole, neue Funktionen für den Pencil! Inzwischen erkennt das iPad nun auch die Handschrift des Nutzers und kann sie von Zeichnungen unterscheiden. So wird es möglich, dass handgeschriebener Text einfach ausgewählt, ausgeschnitten und als getippter Text in ein anderes Dokument eingefügt werden kann. Der Clou: Auch die Datenerkennung funktioniert jetzt mit handgeschriebenem Text, so dass Telefonnummern, Daten und Adressen erkannt werden. Wer mit dem Stift also beispielsweise eine Telefonnummer hinschreibt, kann später daraufklicken und das iPad erkennt die Telefonnummer und bietet an, die Nummer anzurufen oder abzuspeichern.

Ein weiteres Highlight: Wer in der Notizenapp mit seinem Pencil Formen zeichnet, wie beispielsweise Vierecke, Dreiecke, Pfeile, Herzen oder Sterne, der braucht mit dem Stift nur für ein paar Sekunden auf dem iPad verweilen bevor er den Stift absetzt, schon verwandelt das iPad die Zeichnung in eine geometrisch perfekte Form. Und zuletzt gibt es noch Scribble. Dieses Feature ermöglicht es dem Nutzer mit dem Apple Pencil in ein beliebiges Textfeld zu schreiben. Dort wird die Eingabe dann automatisch in getippten Text umgewandelt. Damit wird das Antworten auf eine iMessage oder die Suche in Safari super schnell und einfach. Allerdings ist Scribble bisher nur in der englischen Umgebung des iPads verfügbar. Wer es auf einem deutschen iPad nutzen will, muss einmal das iPad auf die englische Sprache umstellen, Scribble aktivieren und dann wieder auf Deutsch umstellen. Schon ist Scribble auch in der deutschen Umgebung nutzbar.

Tipps für bessere Notizen

So gut Apples Notizenapp auch ist, wer professionelle Notizen schreibt und zeichnet und beispielsweise Aufzeichnungen in der Schule oder Uni macht, dem empfehle ich die App GoodNotes. Sie kostet zwar knapp neun Euro, ist diese Investition aber wert. Das Papier lässt sich beim Schreiben heranzoomen, Text und Bilder perfekt nebeneinander platzieren und die vielen Vorlagen und Features machen richtig viel Spaß. Und auch die Organisation der verschiedenen Ordner, Notizbücher und Einzelnotizen ist super gelöst.

Zuletzt empfehle ich allen, die das Schreiben auf dem Glas-Display des iPads unangenehm finden, eine Folie für das Display zu kaufen, dass einem das Gefühl gibt auf Papier zu schreiben. Sogenannte Paperlike-Folien verbessern nicht nur das Schreibgefühl auf dem iPad, sie verringern auch Reflexionen.

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Katharina Kokoska

Bloggerin von Frisch-gebloggt.de // iNerd // Bloggerin, Texterin, Web Consultant und Internet-Poweruser // Bücherwurm und leidenschaftliche Hobbyfotografin // Nach-Gran-Canaria-Ausgewanderte

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