Die Zeit der guten Vorsätze

Bild: Swaraj Tiwari / Unsplash / CC BY-SA 2.0

Das Jahr ist fast schon wieder Geschichte, die Zeit scheint zu rennen. Jetzt steht Weihnachten vor der Tür und dann kommt schon wieder Silvester. Traditionell ist das nicht nur der Tag, an dem das alte Jahr verabschiedet wird, es ist auch der Tag der guten Vorsätze. Ja genau, eben die guten Vorsätze, die den Fitness-Studios im Januar sehr gute Umsätze bringen, aber kein volleres Studio. Es gibt drei gute Vorsätze, die fast bei jedem auf der Liste stehen: Mit dem Rauchen aufhören, regelmäßig Sport treiben und Diät halten, um die überflüssigen Kilos zu verlieren. Um Mitternacht wird bei einem Glas Sekt und lautem Geknalle hoch und heilig versprochen, ab sofort an der Umsetzung dieser guten Vorsätze zu arbeiten.

Die Umsetzung der guten Vorsätze

Gleich am 2. Januar geht es ins Fitness-Studio, um einen Jahresvertrag abzuschließen. Für viele ein Garant dafür, dass sie auch wirklich zum Sport gehen, schließlich zahlen sie ja dafür. Die meisten sehen das Studio allerdings höchstens zwei- oder dreimal von innen, und dann wird nur noch der monatliche Betrag abgebucht.

Ähnlich sieht es bei dem Vorsatz aus, an dem die meisten Menschen scheitern: Mit dem Rauchen aufhören. Natürlich ist es nicht einfach, von heute auf morgen mit diesem Laster aufzuhören. Ich habe es geschafft und bin immer noch Nichtraucher. Allerdings war es auch keiner der üblichen Vorsätze im neuen Jahr, sondern fester Entschluss. Und eine sehr harte erste Zeit… Um den Übergang zu schaffen, kaufen viele Raucher inzwischen ja E-Zigaretten im Internet. Diese werden dann statt der üblichen Zigaretten geraucht. Allerdings schaffen den kompletten Absprung nur die wenigsten. Die meisten bleiben bei der E-Zigarette und besorgen sich dann Liquid mit Nikotin.

Dasselbe gilt für Diäten. Direkt nach den Feiertagen, an denen nicht auf die Kalorien geschaut wurde, wird die erste Diät des Jahres gestartet. Irgendwie müssen doch diese Kilos wieder herunter, so dass die Jeanshose wieder passt. Schnell sind drei Kilo weg, Ziel erreicht. Endlich wieder essen. Und schnurstracks sind fünf Kilo wieder drauf. Gute Vorsätze scheinen wirklich nicht mehr zu sein als einfache Vorsätze.

Die meisten guten Vorsätze scheitern

Leider ist es so, dass die meisten guten Vorsätze scheitern. Das hat sicher jeder schon einmal erlebt, da geht es Euch ebenso wie mir. Da stellt sich natürlich die Frage, warum diese Vorsätze scheitern. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe. Das Scheitern beginnt meistens schon dabei, dass es sich bei einem Vorsatz um ein Vorhaben handelt, das recht unverbindlich ist. Ein paar Kilos abnehmen ist sehr allgemein. Wie soll das durchgeführt werden, wie viele Kilos sollen runter, und womit soll das erreicht werden? Hier müsste der Vorsatz viel konkreter verfasst werden. Auch der Zeitraum spielt eine wichtige Rolle. Statt eines Vorsatzes wäre es besser, sich ein konkretes Ziel zu setzen.

Ein großes Problem ist sicherlich auch die fehlende Ausdauer. Nach ein paar Gläsern Sekt, Wein oder anderen alkoholischen Getränken ist die Stimmung immer gut. Ein Vorsatz ist schnell gefasst. Wenn die gute Laune am nächsten Tag den Kopfschmerzen gewichen ist, erinnern sich viele nur noch ungern an die Vorsätze, die sie sich vorgenommen haben. „Morgen fange ich an!“ – das ist genau der Satz, der alle guten Vorsätze zum Scheitern bringt. Selbst wenn mit der Umsetzung begonnen wurde, haben nur die wenigsten Menschen die Ausdauer, es auch wirklich durchzuziehen. Spätestens Ende Januar fragt sowieso niemand mehr danach.

Klassische oder sinnvollere Vorsätze

In der heutigen Zeit hat die Welt mit vielen Problemen zu kämpfen. Dennoch sind es immer wieder dieselben Vorsätze, die jedes Jahr geäußert werden. Für gewöhnlich geht es dabei ums Rauchen, Abnehmen oder die Fitness. Meistens unrealistische Vorsätze, die nie eingehalten werden. Da stellt sich natürlich die Frage, warum nicht auch einmal sinnvollere Vorsätze gewählt werden, die einfacher umzusetzen sind.

Beispielsweise könnte im kommenden Jahr verstärkt darauf geachtet werden, dass nicht mehr so viel Plastikmüll erzeugt wird. Beim Einkauf eigene Einkaufs-Stoffbeutel mitbringen statt Plastiktüten zu kaufen, ist beispielsweise ein erster wichtiger Schritt. Bewusst einkaufen und weniger Lebensmittel wegwerfen ist ebenfalls recht einfach und ein wirklich toller Vorsatz. Fair Trade Kaffee ist vielleicht etwas teurer, macht aber für die Arbeiter einen enormen Unterschied aus. Ihr seht: lauter kleine Vorsätze, die aber weitaus einfacher umzusetzen sind als die üblichen Varianten. Und so klein diese Umstellungen auch sind, sie haben einen großen Effekt auf unsere Umwelt und unser Leben.

Mein Vorsatz für 2019: ich möchte mehr auf das Positive im Leben schauen und mir jede Woche im Kalender notieren, was die schönsten Situationen der letzten sieben Tage waren. Dazu habe ich auf meinem Handy schon einen Ordner in meiner Notizen-App und eine automatische Erinnerung erstellt, die mich Sonntag Abend daran erinnert, die schönsten Situation zu notieren.

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Katharina Kokoska

Bloggerin von Frisch-gebloggt.de // iNerd // Bloggerin, Texterin, Web Consultant und Internet-Poweruser // Bücherwurm und leidenschaftliche Hobbyfotografin // Nach-Gran-Canaria-Ausgewanderte

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