Inspirierende Begegnungen

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Wilhelm Busch sagte einmal: „Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge.“. Und darin ist so viel Wahres! Schaue ich auf einen Tag oder eine Woche zurück, dann sehe ich so viele glückliche Momente. Sie sind nicht riesig und vielleicht auch nicht spektakulär, aber mir bedeuten sie die Welt. Ob es der Moment ist, als mein Mann und ich uns gestern aufgrund einer Alberei vor Lachen schüttelten oder mein kleiner Sohn mir heute morgen eine Blume aufhob und entgegenhielt – mir schenken diese kleinen Momente unfassbar viel Glück und Liebe. Ich bin unendlich dankbar, dass ich ein solch wunderschönes Leben leben darf. Besonders da ich auch andere, dunklere Zeiten kenne…

Ja, das Glück lässt sich besser erfühlen, wenn man den Fokus auf die vielen kleinen Glücksmomente des Alltags legt. Sie wollen wahrgenommen werden und wer lernt für all diese schönen Augenblicke dankbar zu sein, findet mehr Glück und Zufriedenheit in seinem Leben, davon bin ich überzeugt. Trotz Stress, Ärger und Schicksalsschläge, die zum Leben leider auch dazugehören.

Inspirierende Begegnungen

Neben den zauberhaften Augenblicken, die mein Alltag und meine Herzensmenschen mir regelmäßig schenken, freue ich mich aber auch immer über unerwartete und inspirierende Momente mit anderen Menschen. Begegnungen und Gespräche mit interessanten Menschen haben ihre Magie! Solche Begegnungen kommen meist unverhofft und sie sind für mich eine Quelle der Inspiration. Ich liebe es, wenn solche Begegnungen Türen öffnen und mich in eine neue Welt oder Thematik blicken lassen. Auch das macht ein Teil meines Glückes aus.

Gestern hatte ich ein Gespräch mit einer jungen Mutter, die mich sehr zum Nachdenken gebracht hat. Wir haben uns auf dem Spielplatz kennengelernt und wir haben uns über die verschiedensten Themen unterhalten. Ein Satz aus unserer Unterhaltung ist bei mir aber hängengeblieben und ich habe noch länger darüber nachgedacht: Wer kein English spricht, dem bleiben so viele Informationen vorenthalten. Ich stimme ihr da absolut zu. Zu welchem Thema ich auch recherchiere, meistens lande ich früher oder später bei einem englischsprachigen Text oder Video. Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich spräche kein Englisch, was würde mir alles entgehen! Darüber habe ich zuvor noch nie nachgedacht! Wer sich wirklich intensiv mit einem Thema auseinandersetzen will, der sollte der englischen Sprache mächtig sein. Das zeigt einmal wieder, wie wichtig es ist gut Englisch sprechen und lesen zu können… Und plötzlich bin ich unglaublich dankbar für meine gute Schulbildung und dass ich nie aufgehört habe zu lernen und mich für unterschiedliche Themen zu interessieren. Das macht meine Welt so viel größer und interessanter!

Eine weitere tolle Begegnung hatte ich vor vielen Wochen am Strand. Meine Familie und ich waren sehr früh schon am Strand und fast ganz alleine am Meer. Und das führte dazu, dass wir nicht nur das Meer und die Morgenstimmung in vollen Zügen genießen konnten, wir lernten auch einen echten Schatzsucher kennen! Ein Mann schritt den Strand ab, in der Hand einen Metalldetektor. Als das Gerät in unser Nähe plötzlich etwas fand und der Mann zu graben anfing, waren sowohl mein Mann als auch mein Sohn und ich plötzlich ganz gespannt, auf was er dort wohl gestoßen war. Vielleicht eine Goldmünze von einem Piratenschatz? Wir starrten gespannt, was er nun wohl aus dem Sand ziehen würde. Tatsächlich war es ein kleines Spielzeugauto aus Metall. Und dann kam der Mann auf uns zu und schenkte unserem Kind das Auto, das er gerade gefunden hatte. Strahlende Kinderaugen und drei Erwachsene, die sich über diese Freude mitfreuten. Ein echter, kleiner Glücksmoment! Auch hier kamen wir ins Gespräch und bekamen eine nette Anekdote erzählt. Anscheinend hatte unser Schatzsucher am Tag zuvor einen Ehering im Sand gefunden. Er hätte ihn beinahe liegen gelassen, weil es sich um einen Trauring aus Carbon und Gold handelte und er zum Teil schwarz war und somit schwer im Sand als „Schatz“ zu erkennen war. Zum Glück entdeckte er den Ring aber doch und gab ihn in dem Hotel ab, das sich gleich hinter dem Strand befindet. Und jetzt ratet einmal: die Ehefrau, die ihren Ring verloren hatte, bekam ihn wieder zurück. So erzählte es uns zumindest der Schatzsucher, der dies wiederum vom Hotelmitarbeiter erfahren haben will…

Und auch von einer dritten Begegnung der letzten Wochen möchte ich erzählen. Es war keine Unbekannte, die ich beim Füttern der Straßenkatzen traf, immerhin wusste ich, dass dieser Dame ein Blumengeschäft gehört hatte, das vor einigen Monaten geschlossen wurde. Wir kamen zum ersten Mal ins Gespräch und ich erfuhr, dass es sie die letzten Monaten schwer getroffen hat. Krebsdiagnose. Diabetesdiagnose. Aufgabe ihres geliebten Blumenladens. Schlechte Überlebenschancen laut ihrer Ärzte. So etwas zu hören war erst einmal erschütternd und ich wusste kaum, was ich dazu sagen sollte. Noch mehr irritierte mich ihre Unbeschwertheit und ihre Fröhlichkeit. Ich sprach sie vorsichtig darauf an und sie entgegnete mir, dass sie keine Zeit habe Trübsal zu blasen. Diese Straßenkatzen würden sie brauchen, denn sie sei die einzige, die ihnen täglich Essen bringen würde. Und diese Tiere würden ihr so viel zurück geben, dass sie jedesmal mit einem Lächeln wieder nach Hause gehe. Und dann sagte sie: „Die Katzen und ich sind alle vom Schicksal gebeutelte Kreaturen. Aber trotz allem haben wir noch so viel Liebe zu geben und freuen uns über jeden neuen Tag!“. Dann machte sie noch Späße mit meinem kleinen Sohn, winkte uns zu und ging davon. Inzwischen unterhalten wir uns öfter. Immer wenn ich sie sehe, füttert sie die Katzen, spricht mit ihnen und hat ein ehrliches und wunderschönes Lächeln im Gesicht. Welch eine bemerkenswerte Frau! Sie erinnert mich nun jedes mal daran, wie kostbar das Leben ist und wie wichtig es ist sich mit Menschen und/oder Tieren zu umgeben, die einen glücklich machen und einen so lächeln lassen wie sie es tut, wenn sie ihre Katzen füttert.

Alle diese Begegnungen haben einen Eindruck bei mir hinterlassen. Warum erzähle ich sie hier in meinem Blog? Ich möchte zeigen, wie wichtig die kleinen Momente des Glücks sind. Und wie inspirierend und wunderschön Begegnungen mit anderen Menschen sind. Sie gehören für mich zum Leben dazu, schenken mir Glück und eröffnen neue Perspektiven. Die Angst krank zu werden und sich mit einem Virus anzustecken, sollte uns nicht so weit voneinander entfernen, dass solche Begegnungen nicht mehr zu Stande kommen. Denn dazu sind sie viel zu kostbar, findest Du nicht?

Was war Deine letzte Begegnung, die dich berührt hat? Erzähle sie gerne in den Kommentaren!

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Katharina Kokoska

Bloggerin von Frisch-gebloggt.de // iNerd // Bloggerin, Texterin, Web Consultant und Internet-Poweruser // Bücherwurm und leidenschaftliche Hobbyfotografin // Nach-Gran-Canaria-Ausgewanderte

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