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Geschrieben von am 26. Nov 2012 in Literatur | 2 Kommentare

Mein gutes, altes Tagebuch…

Ist es heutzutage noch üblich ein Tagebuch zu schreiben? Haben Kinder und Jugendliche tatsächlich noch diese hübschen, mit einem kleinen Schloss verriegelten Bücher in ihren Zimmern versteckt, denen sie sich anvertrauen und die sie Seite für Seite mit Ihren Gedanken füllen?

Blog statt Tagebuch?

Immer wieder erlebe ich, dass Blogs als „Online-Tagebücher“ bezeichnet werden. Eine sehr unzutreffende Bezeichnung, wie ich finde. Es gibt natürlich Menschen, die Ihren Blog als eine Art öffentliches Tagebuch nutzen, doch die meisten Blogger sind sich bewusst, dass theoretisch die ganze Welt ihr Blog lesen kann und nutzen ihre Seite deshalb für journalistische, informative oder lyrische Texte. In ein Tagebuch gehören private Notizen, die intimsten Gedanken und Gefühle und natürlich auch Geheimnisse – und die haben auf einem Weblog nun wirklich nichts zu suchen.

Liebes Tagebuch…

Als ich neun Jahre alt war habe ich zu Weihnachten ein Tagebuch geschenkt bekommen. Und ich habe direkt begonnen, es mit Geschichten und Gedanken aus meinem Alltag zu füllen. Als ich mit sechzehn Jahren mein Elternhaus verließ, besaß ich fünf vollgeschrieben Tagebücher, die randvoll waren mit Erinnerungen. Die meisten dieser Seiten würde ich bis heute niemanden zeigen, der mir nicht sehr nahe steht. Aber es gibt auch vereinzelte Abschnitte in meinen Tagebüchern, die wirklich amüsant sind und die ich sogar in meinem Blog veröffentlichen würde.

Zeigt her Eure Tagebücher!

Jannis Plastargias ist Blogger von Schmerzwach.blogspot.de und ruft derzeit andere Blogger dazu auf, Fotos von den eigenen Tagebüchern zu machen, in diese hineinzulesen und ihre Leser daran teilhaben zu lassen. Diesem Aufruf bin ich gefolgt und habe meine alten Tagebücher hervorgeholt. Und dabei bin ich über einen sehr amüsanten Beitrag gestoßen, den ich mit 9 Jahren in mein erstes Tagebuch schrieb:

„Heute haben wir eine Mathearbeit geschrieben. Mein Schulkamerad Simon konnte tüpischer weise die minus Aufgaben nicht. ich wollte ihn helfen, da fauchte die Frau Saß (Meine Lehrerin) mich an: „laß den Simon in ruhe!“. Da war ich sehr sauer. Ich hoffe ich habe eine 1. Oder eine 2. Danach ging ich in den Hort, da holte mich um 2 Uhr mein Papa ab und ich machte Hausaufgaben!”

(aus meinem Tagebuch, 24.02.1989)

 

Diary Slam

Wenn Euch Texte aus alten Tagebüchern interessieren, dann solltet Ihr unbedingt einmal zu einem Diary Slam gehen. Die finden z.B. in Hamburg oder Frankfurt statt.

 

Habt auch ihr Tagebuch geschrieben? Dann macht doch mal ein Foto von Eurem Tagebuch und schickt es mir per E-Mail - ich werde es dann hier für Euch veröffentlichen!

Eure Tagebuchfotos:

Das Tagebuch bzw. die “Loseblattsammlung” von Axel (Netzwitz.de)
Danke für das Foto, Axel!

flattr this!

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2 Kommentare

  1. Hm … ich führe ja auch Tagebuch. Aaaaber … Zum einen ist das nur ‘ne Loseblattsammlung und wenig fotogen. Und zum anderen ist das viel zu persönlich, um es ins Netz zu stellen … – Warum Loseblattsammlung? Weil ich manches, was ich aufschreibe, am nächsten Tag zerreiße und wegwerfe. Das tut gut! Und für den Mist, den ich erlebe, sind die Rückseiten von Schmierzetteln gerade gut genug!

    • Ist denn wirklich nicht ein einziges Blatt dabei, das Du ins Netz stellen würdest? Sind keine kurzen Zeilen darunter, die so lustig oder vielleicht auch tiefgründig sind, dass Du sie mit dem Internet teilen würdest? (ich gestehe, ich bin sehr neugierig…)

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