Apple Watch: Must-Have oder teures Spielzeug?

Wer meinen Blog regelmäßig liest, der weiß: Ich habe eine Schwäche für Produkte aus dem Hause Apple. Die Liebe für den angebissenen Apfel begann Anfang des neuen Jahrtausends mit einem gebrauchten, türkisfarbenen iMac der ersten Generation und sie hielt bis heute an. Als im September 2014 die Apple Watch angekündigt wurde, habe ich natürlich große Augen gekriegt! Eine Smartwatch meiner Lieblings-Computerfirma! Und obwohl mich die schicke iWatch wirklich ansprach, kaufte ich sie mir nicht als sie im darauffolgenden Frühjahr auf den Markt kam. Für den stolzen Preis der Apple Watch sah ich einfach nicht den Nutzen, um so tief in die Tasche zu greifen. Zudem wollte ich erst einmal abwarten, was die ersten Tester der neuen Uhr sagen würden.

Im Frühling diesen Jahres kamen dann die neuen Modelle der iWatch auf den Markt. Die Smartwatch von Apple wurde schneller, das Display heller und auch preislich wurde sie ein wenig attraktiver. Und plötzlich packte es mich und ich leistete mir die Smartwatch, die bereits seit einem Jahr auf meiner privaten „Will-ich-haben-Liste“ stand. Allerdings entschied ich mich für die günstigere Sport-Edition und zahlte „nur“ 350 Euro für das Schätzchen.

Lohnt sich der Kauf der Apple Watch?

Verglichen mit einem Smartphone ist der Nutzen einer Apple Watch natürlich sehr gering. Und mit 350 Euro für das günstigste Modell kann man auch nicht gerade von einem Schnäppchen sprechen. Demnach ist die Anschaffung einer Apple Watch für viele ein eher teurer Spaß. Da herkömmliche Armbanduhren aber auch ihren Preis haben und eine Esprit-, Fossil- oder Police-Uhr auch ihre 200 Euro kosten können, ist der Preis natürlich wieder relativ. Kurzum: Ich bereue meinen Kauf nicht und habe Spaß an meiner Apple Watch, auch wenn diese Anschaffung für mich persönlich mehr in die Kategorie „Spaß & Luxus“ gehört als in die Kategorie „Sinnvoll & Notwendig“. Denn zu einem Must-Have gehört die Smartwatch für mich (noch) nicht.

Meine Apple-Watch

Apple Watch Vorteile

Fangen wir mit den positiven Seiten an. Seit zwei Monaten habe ich die Apple Watch nun schon und ich trage sie wirklich Tag und Nacht. Und ich kann nach dieser Zeit wirklich sagen, dass ich einen viel besseren und klareren Blick auf meinen Körper und meine Gesundheit bekommen habe. Als Nerd und „Vor-dem-Computer-Hocker“ tut es mir unwahrscheinlich gut, dass meine Uhr mich immer wieder auffordert, aufzustehen und mich zu bewegen! Und wenn ich es abends nicht geschafft habe, auf meine Mindestschrittanzahl und Mindestbewegung zu kommen, dann gehe ich tatsächlich noch einmal vor die Tür, um einen Spaziergang zu machen. Meine iWatch treibt mich an und das ist gut so!

Ich bin ein großer Fan der App „Atmen“ von Apple, die schon vorinstalliert ist. Diese fordert mich mehrfach am Tag auf, mir eine Minute Auszeit zu nehmen und bewusst zu atmen. Was viele nicht wissen: Die richtige Atemtechnik hat viele positive Auswirkungen und kann Schmerzen lindern, Verdauungsstörungen beheben und auch das Gehirn stärken. Optimal mit Sauerstoff angereichertes Blut bleibt flüssig und kann so schnell jede Zelle unseres Körpers erreichen. Auf seinem Rückweg kann es Gifte und Eiweisse mitnehmen und ausleiten. Wer allerdings im Alltag zu schnell und zu oberflächlich atmet, versorgt seinen Körper mit zu wenig Sauerstoff und atmet auch zu wenig Kohlendioxid aus. Deshalb atme ich bewusst mehrfach am Tag mit meiner Apple Watch.

Selbst nachts überprüft die Apple Watch meine Werte. Mit der App „Pillow“ kann ich jeden Morgen nachvollziehen, wie gut oder schlecht ich geschlafen habe. Ich kann sogar nachvollziehen, wann ich leichte und tiefe Schlafphasen hatte. Und wenn ich wollte, könnte ich auch meine Schlafgeräusche aufnehmen! Da ich keine Schnarcherin bin, nutze ich die letzt genannte Funktion allerdings nicht…

Meiner Gesundheit und der Beziehung zu meinem eigenen Körper hat die Anschaffung der Apple Watch zweifellos gut getan. Aber auch in anderen Bereichen hat sie meinen Alltag bereichert. So verpasse ich nicht mehr so häufig Nachrichten, die auf meinem Handy ankommen. Denn vibriert mein Arm bei einer eintreffenden Nachricht, bekomme ich das eher mit als wenn mein Handy ungehört in der Handtasche klingelt oder auf dem Tisch in der Küche vibriert während ich gerade im Wohnzimmer sitze und ein Buch lese. Auch unterwegs beim Shoppen, Spazierengehen oder anderen Aktivitäten ist die Apple Watch echt praktisch. Ich muss nicht mehr mein Handy aus der Tasche kramen, um mal schnell auf eine Nachricht zu antworten, einen Anruf entgegenzunehmen oder eine Information (Route, Wetter, o.ä.) abzurufen. Das ist wirklich angenehm!

Und zuletzt möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass ich meine Smartwatch auch wirklich schick finde. Mit austauschbaren Armbändern und Zifferblättern lässt sie sich individuell gestalten. Wobei ich zugeben muss, dass ich keine Original Apple Armbänder kaufen möchte, weil die mir viel zu teuer sind. Ich weiche auf No-Name-Produkte aus, die wesentlich günstiger sind und mich qualitativ überzeugt haben.

Apple Watch Nachteile

Ganz klar: An erster Stelle steht bei mir der Preis! Sie ist einfach zu teuer! Für diesen stolzen Preis kann die Smartwatch zu wenig. Besonders ärgerlich fand ich zum Beispiel auch den Preis eines Aufladekabels. Ich wollte ein zweites Kabel haben, um auch unterwegs meine Smartwatch mit einem externen Akku aufladen zu können. So viel Geld für ein Kabel auszugeben tut echt weh. Vor allem weil das magnetische Ladekabel auf dem weltweitem Ladestandard Qi beruht, Apple es aber so angepasst hat, dass sich die iWatch nur mit dem Apple-Kabel zum Laden verwenden lässt und mit keinem anderen Kabel. Eine Frechheit!

Statt 35 Euro für ein schnödes Original-Apple-Ladekabel auszugeben, habe ich mir übrigens gleich einen neuen externen Akku geleistet, der das Kabel für die Watch schon integriert hat. Das war eine wirklich gute Anschaffung, denn mein XPD17 Charger Boost lädt neben der Apple Watch auch Smartphones und sogar Tablets, ist schön klein und handlich und hat ordentlich Power. Das Teil kann ich Euch wirklich empfehlen: Lohnt sich wesentlich mehr als nur ein zweites Apple Aufladekabel zu kaufen!

Auch war ich echt erstaunt wie wenig Apps es noch für die Apple Watch gibt. Versteht mich nicht falsch, es gibt schon jede Menge Angebote, bestimmt mehrere Tausende Apps, aber die Auswahl an wirklich guten und sinnvollen Apps ist meiner Meinung nach noch sehr übersichtlich. Da geht definitiv noch mehr!

Mein Fazit

Noch ist die Apple Watch kein Gerät, ohne dass ich nicht leben könnte. Die Smartwatch ist für solche Computerhocker wie mich super, weil ich mich unter der Woche nun deutlich mehr bewege als es vorher der Fall war. Und sie ist schick und macht Spaß. Dennoch ist sie (noch) kein Must-Have. Ich bin aber gespannt, ob sie sich in den nächsten Jahren dorthin entwickeln wird.

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Katharina Kokoska

Bloggerin von Frisch-gebloggt.de // iNerd // Bloggerin, Texterin, Web Consultant und Internet-Poweruser // Bücherwurm und leidenschaftliche Hobbyfotografin // Nach-Gran-Canaria-Ausgewanderte

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