Sprungbrett Internet

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Viele nutzen das Internet beruflich, sehen aber nicht das Potential, das in ihm steckt.

Das Internet ist nicht nur E-Mail, Google und Facebook. Und für die Karriere gibt es mehr Möglichkeiten als sich in einem Business-Netzwerk wie Xing anzumelden oder einen Onlineshop zu starten.

Ortsungebunden Arbeiten

Eine Chance, die das Internet vielen Menschen ermöglicht, ist die, ortsungebunden zu arbeiten. Der neue Trend sind die Webworker, Internetarbeiter, die nur ihren Laptop, ihr Smartphone und eine Internetverbindung zum arbeiten benötigen.

Sicherlich kennen einige von Euch die Situation, dass eine der besten Mitarbeiterinnen plötzlich vor dem Chef steht und ihm/ihr mitteilt, dass sie schwanger ist. Persönlich eine schöne Neuigkeit, doch unternehmerisch häufig ein Problem. Drei Jahre Mutterschutz sind eine lange Zeit, in der ein Unternehmen auf diese gute Mitarbeiterin verzichten muss. Hier kann es eine interessante und für beide Seite lohnende Idee sein, das Arbeiten von zu Hause zu ermöglichen.

Aber auch Angestellte können das ortsungebundene Arbeiten für sich nutzen. Ermöglicht der Arbeitgeber so genannte „Home Office Days“, Tage an denen die Mitarbeiter nicht im Büro, sondern von zu Hause aus arbeiten, lassen sich verschiedene Lebenssituationen viel besser lösen.

Fällt ein Tag die Schule aus oder sind die Kids krank, kann der Papa an diesem Tag zu Hause bleiben und dort arbeiten – statt im Büro zu sitzen und sich nicht konzentrieren zu können, weil er in Gedanken stets bei seinen Kindern ist

Steht ein bestimmtes Projekt an, das sehr hohe Konzentration und Kreativität fordert, kann dieses in Ruhe außerhalb des Unternehmens bearbeitet werden, statt im Büro, wo der Kollege durch Telefonate und Tippgeräusche leicht ablenkt.

Auch für Menschen, die darüber nachdenken sich selbständig zu machen, ist das Internet eine wunderbare Starthilfe. Denn die Webworker, die Internetarbeiter, können ihr Geschäft auch ohne ein Büro oder ein Ladengeschäft starten und sparen somit gerade in der schwierigen Anfangsphase viel Geld.

Berlin, das in letzter Zeit häufig als das neue Silicon Valley bezeichnet wurde und in der neue Internetfirmen wie Pilze aus dem Boden schießen, ist längst bekannt für seine Webworker. Geht bei Eurem nächsten Berlinbesuch doch einmal ins Café Stk. Oberholz am Rosentalerplatz und beobachtet die vielen Webworker, die dort arbeiten und das kostenlose WLAN ausnutzen. Ihr werdet erstaunt sein, wie viele Webworker Ihr dort antrefft und wie konzentriert diese dort an ihren Laptops sitzen.

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Expertenteams aus dem Netz

Eine weitere interessante Möglichkeit, die das Internet bietet, sind Expertenteams, die über Internet gemeinsam an einem Projekt arbeiten. Ich persönlich arbeite mit vielen internationalen Freelancern, sprich Freiberuflern, zusammen. Statt mit festen Angestellten arbeite ich mit Experten rund um den Globus zusammen.

Das Netz bietet einen riesigen Pool an Experten, die hoch motiviert arbeiten und zuverlässig sind. Schließlich erhalten Webworker nur dann regelmässig Aufträge, wenn sie wirklich gut sind.

Die Möglichkeit auf diesen Expertenpool zuzugreifen, weiß ich sehr zu schätzen, denn es sind diese Fachkräfte, die es unserer Agentur möglich machen, große Internetprojekte mit dem entsprechenden Know-How und zu einem attraktiven Preis für unsre Kunden zu realisieren.

Ihr braucht für einen Zeitraum von sechs Wochen einen Programmierer für eine Smartphone-App? Oder einen Texter, der die Broschüre Eures Unternehmens ins chinesische übersetzt? Findet Euren Experten über das Internet und beauftragt ihn/sie für die Zeit in der Ihr ihn braucht. Eine schnellere und günstigere Möglichkeit an Fachkräfte für eine bestimmte Zeit zu kommen, ist mir derzeit nicht bekannt.

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Crowdfunding

Als drittes Beispiel für fantastische Möglichkeiten, die das Internet im Businessbereich bietet, möchte ich gerne das Crowdfunding nennen. Hierbei geht es um die Umsetzung von Geschäftsideen, die mit Fremdkapital aus dem Internet finanziert werden. Projektideen können auf Crowdfundingportalen vorgestellt werden und Internetuser können mit einem Geldbeitrag ihrer Wahl in diese Idee investieren. Somit lassen sich über Tage oder Wochen beträchtliche Summen für innovative Projekte und Businessideen sammeln. Bisher wird das Crowdfunding allerdings hauptsächlich für künstlerische Ideen genutzt: Filme, Bücher und Theaterstücke werden so finanziert.

Die beliebte deutsche Fernsehserie Stromberg ist ein aktuelles Beispiel für den erfolgreichen Einsatz von Crowdfunding. 3.000 Internet-Investoren hatten zum Jahreswechsel 2011/2012 bereits über eine Million Euro per Crowdfunding zur Finanzierung beigesteuert.

Gerade für klein- und mittelständische Unternehmen, die für neue Geschäftsideen häufig nur schwer Kredite von ihrer Bank bekommen, kann Crowdfunding eine wirklich interessante Alternative sein.

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Katharina Kokoska

Bloggerin von Frisch-gebloggt.de // iNerd // Bloggerin, Texterin, Web Consultant und Internet-Poweruser // Bücherwurm und leidenschaftliche Hobbyfotografin // Nach-Gran-Canaria-Ausgewanderte

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