Gefahren im Internet – welche Risiken Facebook & Co. bergen

Keine Frage: das Internet ist eine großartige Erfindung. Denn das World Wide Web ist nicht nur der größte Informationspool der Welt, es hat auch unsere Art zu Kommunizieren revolutioniert. Dennoch erschreckt es mich immer wieder, wie leichtfertig viele User Informationen im Netz bereitstellen ohne sich Gedanken über mögliche Konsequenzen zu machen. Per Facebook, Twitter und Chat werden häufig in Sekunden persönliche Daten freigegeben ohne dass sich der Nutzer darüber im Klaren ist, was das für ihn im schlimmsten Fall bedeuten könnte.

Deshalb möchte ich Euch heute ein paar Gedankenanstöße zum Thema Gefahren im Internet geben und hoffe, dass ich den ein oder anderen Internetnutzer bzw. die ein oder andere Internetuserin ein wenig für die Fallen und Gefahren in sozialen Netzwerken wie beispielsweise Facebook sensibilisieren kann.

Die eigene Privatsphäre schützen
Wer viele Details über sich im Netz preisgibt, muss damit rechnen, dass andere Personen sich diese Informationen zu nutzen machen.
So zückt im ungünstigsten Fall der potentielle Arbeitgeber während dem Bewerbungsgespräch zum Beispiel freizügige Fotos von uns, die wir auf Facebook veröffentlicht haben und fragt, ob wir öfter so wilde Orgien feiern.
Oder ein aufdringlicher, unangenehmer Verehrer steht plötzlich vor der Tür, weil wir im Chat zu viel über unsere Wohnsituation preisgegeben haben – eine Situation, die sogar mit Stalking enden kann.
Zur eigenen Geburtstagsparty erscheinen plötzlich tausende Menschen, weil die Geburtstagseinladung nicht im privaten Rahmen ausgesprochen wurde, sondern öffentlich über Facebook gepostet wurde.

Erst denken, dann schreiben
Im Internet werden täglich Meinungen innerhalb von wenigen Minuten verfasst und veröffentlicht. Ob es sich nun um eine Rezension zu einem Produkt handelt, um einen emotionalen Kommentar zu einem Artikel oder es um eine Status-Meldung in Facebook geht – enorm schnell steht die eigene Meinung für jedermann lesbar im Netz. Und das Internet vergisst nicht! Bereut man eine zu schnell formulierte, emotionale Antwort im Internet, ist es so gut wie unmöglich diese im Nachhinein wieder zu löschen. Dessen sollte man sich beim Verfassen einer Nachricht im Netz stets bewusst sein und besser noch einmal in Ruhe darüber nachdenken, ob man den gerade verfassten Kommentar wirklich so wie er ist ins Internet stellen möchte.

Private Fotos nicht leichtfertig veröffentlichen
Vor allem Facebook verleitet seine Mitglieder schnell dazu ein paar schöne Privatfotos oder lustige Schnappschüsse online zu stellen. Und schaue ich mir die Bildergalerien meiner Freunde und Bekannten an, sind da wirklich viele, interessante Privatfotos zu entdecken. Damit aber wirklich nur die Facebook-Freunde diese Bilder sehen können, muss dies in den Privatsphäre-Einstellungen von Facebook auch festgelegt werden. Zudem sollte jedem bewusst sein, dass jeder der Facebook nutzt dem sozialen Netzwerk eine unentgeltliche, weltweite Lizenz für die Nutzung der Bilder einräumt.

Bildrechte beachten
Vor dem Veröffentlichen von Bildern im Internet, auf denen Freunde, Familie oder Bekannte zu sehen sind, sollte im Vorfeld mit den betroffenen Personen besprochen werden, ob diese der Veröffentlichung überhaupt zustimmen. Generell gilt: Bilder, die erkennbare Personen, Logos, Warenzeichen, geschützte Gebäude oder andere geschützte Elemente abbilden, dürfen nicht ohne weiteres hochgeladen und veröffentlicht werden. Das Missachten von Bildrechten kann schnell eine Klage vor Gericht zur Folge haben.

Fazit
Kenntnisse der Risiken und eine gesunde Portion Vorsicht sind im Internet genau so wichtig wie beispielsweise im Straßenverkehr!

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Katharina Kokoska

Bloggerin von Frisch-gebloggt.de // iNerd // Bloggerin, Texterin, Web Consultant und Internet-Poweruser // Bücherwurm und leidenschaftliche Hobbyfotografin // Nach-Gran-Canaria-Ausgewanderte

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