Fazit re:publica 2015

rp15 - Abschluss

re:publica Gregor Fischer / Flickr

Die Konferenz re:publica zum Themengebiet „Internet“ und „digitale Gesellschaft“ fand vom 5. bis 7. Mai 2015 statt und brachte mehr als 6.000 Besucher und 800 SprecherInnen zusammen. Auch ich bin wieder zu dieser mir längst ans Herz gewachsenen Veranstaltung gereist – voller Vorfreude auf die inspirierenden Vorträge und netten Gespräche machte ich mich wieder einmal auf den Weg nach Berlin.

Das Motto dieses Jahr war „ Finding Europe“. In dem Programm, das insgesamt 450 Stunden umfasste, sollte die Frage beantworten werden, ob es eine europäische digitale Gesellschaft und einen digitalen Kulturraum Europa gibt. Leider enttäuschte mich das diesjährige Motto sehr. Wirkliche Antworten und Ideen zum Thema „Internet und Europa“ blieb mir die re:publica 2015 schuldig. Wie sich in Gesprächen herausstellte, teilten auch andere Besucher diese Meinung. Zuletzt fand mein Mann auf der Herrentoilette der re:publica diesen passenden Aufkleber über dem Pissoir kleben:

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Doch auch wenn das Thema „Europa“ nicht wirklich auf der re:publica zu finden war, so gab es dennoch zahlreiche Sessions, die mich begeisterten. Das Internet durchdringt inzwischen sämtliche Bereiche unseres Lebens, was von der re:publica wunderbar abgebildet wird. Und so gab es hochwertige Vorträge und Diskussionen zum Thema Internet in den Bereichen Medien, Wirtschaft, Politik und auch Gesellschaft.

  • Vor Internetaktivist und Tor-Entwickler Jacob Applebaum ziehe ich jedes Mal meinen Hut; einfach ein beindruckender, engagierter und mutiger Mensch!
  • Tanja und Johnny Haeusler überraschten mit einer fantastischen Idee: einer Internetkonferenz für Kinder und Jugendliche namens TINCON
  • Blogger Felix Schwenzel brachte mich auch dieses Jahr wieder zum Lachen und erntete von mir viel Zustimmung für seine klugen und treffenden Aussagen.
  • Positiv überrascht hat mich Marco Petracca, Berater für B2B-Markenführung. Ein fantastischer und amüsanter Vortrag zur Frage, weshalb Online-Marketing-Strategien sich nicht für jedes mittelständische Unternehmen so einfach umsetzen lassen
  • Comedien und Youtube-Star Idil Baydar begeisterte mich mit Ihrer erfrischenden und humorvollen Art und ihren youTube-Videos als Jilet Ayse, in der sie sich über Klischees lustig macht

Welche Sessions ich in den ersten beiden Tagen der re:publica noch gesehen habe, könnt Ihr in folgenden Beitragen nachlesen:

re:publica 2015 | Tag 1 – ein Resümee
re:publica 2015 | Tag 2 – ein Resümee

Fazit

katharina rp15Auch wenn 2015 die größte und bestbesuchteste re:publica stattfand, fehlte es ihr in diesem Jahr an Themenrelevanz (wie gesagt, Antworten zum Thema Europa gab es wenige). Die Sessions im Allgemeinen waren schwächer als in den letzten Jahren, es gab weniger „Aha-Effekte“, weniger Inspiration und weniger Motivation.

Dennoch habe ich es nicht bereut dort gewesen zu sein und ich sehe sehr positiv ins nächste Jahr, wenn die Internet-Konferenz ihr zehnjähriges Jubiläum feiert. Ich halte die re:publica für eine wunderbare Veranstaltung, auf der über wichtige Internet-Themen gesprochen werden und auf der sich interessante Menschen begegnen.

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Katharina Kokoska

Bloggerin von Frisch-gebloggt.de // iNerd // Bloggerin, Texterin, Web Consultant und Internet-Poweruser // Bücherwurm und leidenschaftliche Hobbyfotografin // Nach-Gran-Canaria-Ausgewanderte

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