Facebook vs. Blogs

Facebook ist in den letzten Jahren und Monaten zum wahren Trend geworden. Zwanzig Millionen Deutsche nutzen das Netzwerk und Fünfzig Prozent dieser Nutzer besuchen das Netzwerk sogar täglich. Heutzutage stellt sich schon gar nicht mehr die Frage, wer Facebook nutzt, sondern viel mehr die Frage, wer es nicht tut. Und die steigende Beliebtheit des sozialen Netzwerkes ist in vielen Lebensbereichen zu spüren. So mehren sich beispielsweise die Nachrichten von Freunden, die über Facebook verschickt werden, während private E-Mails immer seltener werden. Und auch in der Werbung findet sich plötzlich überall der Hinweis auf die Facebook-Seite des beworbenen Produktes oder des Unternehmens. Aber auch das Daumen-hoch-Zeichen, um zu signalisieren „Das gefällt mir“, ist plötzlich überall zu finden – sowohl als Graffiti-Tag auf Wänden, als auch auf Plakaten, die an Litfaßsäulen kleben. Facebook wird im Alltag plötzlich allgegenwärtig.

Und plötzlich beginnen die Internet-User und die Blogosphäre darüber zu diskutieren, ob viele Webseiten und Blogs überhaupt noch Sinn machen, wenn man doch schließlich auch einfach eine Facebook-Seite einrichten und Posts über das eigene Facebook-Profil veröffentlichen kann. Eine Facebook vs. Blogs Diskussion entsteht.

Natürlich könnte ich auch auf Facebook „bloggen“. Und auch eine Firmen-Seite auf Facebook würde alle notwendigen Informationen enthalten, die Kunden suchen und würde nicht nur schneller angelegt sein, sondern auch keine Hosting-Gebühren verursachen. Was aber viele vergessen: Facebook bedeutet immense Einschränkungen für jeden von uns. Diese betreffen die Textlänge von Posts, das Layout der Seite, den Namen der URL und vieles mehr. Zudem macht mir eine Klausel in den Nutzungsbedingungen von Facebook ziemlich zu schaffen. Ich zitiere:

Du gibt’s uns eine nicht-exklusive, übertragbare, unterlizenzierbare, unentgeltliche, weltweite Lizenz für die Nutzung jeglicher IP-Inhalte, die du auf oder im Zusammenhang mit Facebook postest („IP-Lizenz“).

Das bedeutet, dass ich als Facebook-Nutzer die Nutzungsrechte meiner Texte und Bilder hergebe. Nicht uneingeschränkt, ok, aber immerhin darf Facebook meine Bilder kostenlos, weltweit nutzen und dieses Nutzungsrecht sogar noch an Dritte weitergeben.

Mein Fazit: Facebook kann eine Webseite bzw. ein Blog nicht ersetzen. Und jeder, der Facebook nutzt, sollte sich darüber im Klaren sein, welche Rechte er Facebook einräumt.

Als Ergänzung zu einer Webseite oder einem Blog eignet sich Facebook dagegen sehr gut. Durch das Setzen eines Links zu einem aktuellen Beitrag im Blog können Facebook-Freunde zum Beispiel wunderbar auf die eigene Webseite aufmerksam gemacht werden und es kann somit eine größere Leserschaft gewonnen werden.

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Katharina Kokoska

Bloggerin von Frisch-gebloggt.de // iNerd // Bloggerin, Texterin, Web Consultant und Internet-Poweruser // Bücherwurm und leidenschaftliche Hobbyfotografin // Nach-Gran-Canaria-Ausgewanderte

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2 Antworten

  1. Johannes Franke sagt:

    Wer hat eigentlich jemals die Nutzungsbedingungen von Facebook gelesen? Ich hab mir mal die mühe gemacht und eine vollständige Lesung der AGBs von Facebook Inc. auf Video gebannt, um somit tausenden von Facebook-Usern einen leichteren Einstieg in die schwergängige Schwarte von Marc Zuckerberg zu ermöglichen.
    Würde mich über n reblog freuen 🙂

    • Katharina sagt:

      Danke für den youTube-Link! Wow – ein 36 minütiges Video zu den Nutzungsbedingungen von Facebook, da hast Du Dir wirklich Mühe gemacht! Toll!

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