Danke, Internet! Du bist mein Helfer im Alltag

Gerade in Zeiten, in denen das Internet aufgrund von Fake-News, Filter Bubbles und anderen Dingen in den Massenmedien gerne als gefährlich und böse dargestellt wird, halte ich es für wichtig auch die guten Seiten des Internets zu zeigen. Habt Ihr Euch schon einmal überlegt, wie gut das Internet zum Beispiel als Alltagshilfe funktioniert?

Ist das Internet wirklich böse?

Natürlich sind Falschmeldungen, die bewusst im Internet von unseriösen Seiten gestreut werden, ein Problem. Schon lange plädiere ich dafür, dass in den Schulen Medienkompetenz vermittelt wird. Medienkompetenz lässt sich lernen und schützt davor, zu schnell auf unseriöse Quellen hereinzufallen.

Auch Filter Bubbles sind ein Problem. Gemeint sind Filterblasen oder Informationsblasen, in denen wir alle mehr oder weniger stark stecken. So zeigt mir mein Facebook zum Beispiel nur diese Neuigkeiten in meiner Timeline, die mich und meine Freunde interessieren. Dadurch wird mein Blick auf die Welt eingeschränkt, weil nur die Meldungen und Neuigkeiten bei mir ankommen, die meinen Interessen und Ansichten entsprechen. Durch diese Filterblasen scheint die Gefahr zu bestehen, dass wir nur noch eingeschränkt neuen Informationen ausgesetzt sind und unsere Sichtweise eingeengt wird und sich verhärtet. Persönlich halte ich diese Gefahr allerdings für weniger dramatisch, als es so manche Schwarzmaler propagieren. Erstens sind Filter Bubbles nichts Neues, schließlich sind unsere Meinungen und Weltansichten immer geprägt vom Freundeskreis und den Zeitungen, die wir lesen und Sendungen, die wir schauen. Zweitens ist es nicht so schwer diese „Personalisierung“ von Facebook, Google & Co. zu durchbrechen. Gerade beim Googeln lässt sich eine auf meine Interessen personalisierte Suche mit einem Knopfdruck ausschalten.

Das Internet ist also nicht böser als die „normale“ Welt. Im Internet treffen wir die selben Menschen an, wie auf der Straße, im Café oder auf der Arbeit. Und da es böse und gute Menschen gibt und im Alltag nun einmal Gefahren lauern, treffen wir diese Menschen und Gefahren auch im Internet an. Das Internet ist ein Spiegel der Gesellschaft.

Internet im Alltag

Deshalb möchte ich wieder vermehr auf die positiven Seiten des Webs schauen. Ist Euch beispielsweise bewusst, wie genial das Internet als Alltagshilfe funktioniert? Ich demonstriere Euch mal an einem Beispiel, wie perfekt das Internet im Alltag helfen kann.

Samstagmorgen. Nach dem Aufstehen gehe ich in die Küche und stelle fest, dass ich kein Brot mehr da habe. Da ich keine Lust habe, mich anzuziehen und zum Bäcker zu laufen, google ich nach „Frühstück ohne Brot“ und stoße auf eine Rezeptseite, die mir eine große Auswahl anbietet. Ich entscheide mich dafür Quarkbrötchen ohne Kohlenhydrate zu backen, denn Eier und Quark habe ich im Kühlschrank stehen.

Dann gehe ich ins Bad und mache mich fertig. Als ich den Klodeckel hochhebe, ärgere ich mich, dass die Toilette trotz Schrubben mit der Klobürste nie so richtig sauber wird. Beim Zähneputzen suche ich per Handy nach einer Lösung und werde fündig! Das Internet gibt mir den Rat, einen Spülmaschinentab hineinzuwerfen und diesen über Nacht ziehen zu lassen. Das mache ich! Und tatsächlich, am nächsten Morgen ist der Urinstein verschwunden.

Zum Mittagessen bin ich mit einer Freundin verabredet. Wir probieren ein neues Restaurant aus, das auf TripAdvisor eine super Bewertung hat. Sowohl die Location als auch das Essen begeistert uns – wie auf der Internetseite angekündigt wurden wir nicht enttäuscht. Bei der Rechnung dann die Überraschung! Meine Freundin hat einen Coupon aus dem Internet dabei. Bei Groupon wurde das Mittagessen für 50% Rabatt angeboten und so zahlen wir nun wirklich nur die Hälfte für Essen und Getränke.

Am Nachmittag relaxe ich ein paar Stunden auf der Couch. Per Smartphone und einer kostenlosen Fernsehprogramm-App schaue ich mir an, was gerade im Fernsehen läuft. Am Abend bekomme ich Besuch. Als Geschenk überreichen mir die Freunde einen wunderbaren Blumenstrauß. Es dauert eine Weile, bis ich eine Vase gefunden habe. Leider sieht der Strauß in meiner großen, eckigen Blumenvase gar nicht schön aus. Es wird Zeit, dass ich mir endlich mal ein paar neue, moderne Vasen im Internet bestelle. Für den Moment google ich also erst mal nach „Blumenvasen Hack“ und versuche eine Lösung für meine viel zu große Vase zu finden. Und tatsächlich finde ich ein Video mit einer coolen Idee, wie ich den Blumenstrauß mit Hilfe von Tesafilm wunderbar in der Vase drapieren kann. Strahlend stelle ich die Blumen auf den Tisch.

Video: Der Blumenvasen-Trick

Bei unserem Gespräch am Tisch streiten sich meine Besuch und ich dann zu später Stunde darüber, wie hoch ein Fußballtor laut Spielregeln des Weltfußballverbandes (FIFA) sein muss. Ich gebe es nur ungerne zu, aber sie gewinnt die Wette. Wikipedia bestätigt, dass die Unterkante der Querlatte exakt 2,44 Meter vom Boden entfernt sein muss. Ich hätte schwören können, dass diese 2,3 Meter hoch ist. So kann man sich irren! Aber zum Glück gibt es ja das Internet, um sich zu versichern!

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Katharina Kokoska

Bloggerin von Frisch-gebloggt.de // iNerd // Bloggerin, Texterin, Web Consultant und Internet-Poweruser // Bücherwurm und leidenschaftliche Hobbyfotografin // Nach-Gran-Canaria-Ausgewanderte

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