Was soll ich schenken? Der Stress mit den Geschenken

Vor kurzem war ich mal wieder voll im Stress, weil ich ein passenden Geschenk für einen Freund gesucht habe. Ihr wisst schon: es soll persönlich, kreativ sein und in ein bestimmtes Budget passen. Zudem soll das Geschenk schnell und leicht zu besorgen sein. Und das hat mich inspiriert diesen Artikel zu schreiben…

Immer wieder finde ich mich in der Situation wieder, dass ich Familienangehörigen, Freunden und Bekannten ein Geschenk besorgen „muss“ und mir den Kopf darüber zerbreche, welches wohl das passende Präsent ist. Ob Geburtstag, Weihnachten, Hochzeit, Geburt oder auch Essenseinladung- ständig grübel ich über passende und persönliche Geschenkideen nach.

Es ist wirklich nicht so, dass mir Schenken keine Freude machen würde oder ich zu geizig wäre Menschen, die mir nahe stehen, mit einem hübschen Präsent zu überraschen. Es ist ganz einfach eine Herausforderung jeden Monat darüber nachzudenken, welcher Person ich was mitbringen könnte. Hinzukommt, dass ich manchmal so kurzfristig etwas besorgen muss, dass mir ganz einfach die Zeit fehlt, etwas sehr persönliches und originelles zu finden.

Knigge lässt grüßen

Schauen wir uns doch erst einmal an, was Knigge zu diesem Problem zu sagen hat. Von Adolph Knigge, dem Erfinder des bekannten Benimmratgebers, würde ich gerne wissen, was sich im Bereich Geschenke gehört und was nicht.

„Geschenke sind zu jeder Zeit willkommen; sie erhalten die Freundschaft. Gleichwohl bedarf es eines gewissen Fingerspitzengefühls, wenn nicht ein Desaster ausbrechen soll.

Zunächst sollten Geschenke dem Anlass entsprechen, d.h. nach Art und Wert den Beschenkten weder beschämen noch frustrieren. Wichtig ist, dem Beschenkten das Gefühl zu vermitteln, dass die Gabe ganz speziell für ihn ausgesucht wurde. Niemals sollte es sich um eine Form der Pflichterfüllung handeln, der man Desinteresse oder gar Lieblosigkeit anmerkt. Ebenso wichtig ist es, sich keinen überspannten Erwartungen hinzugeben, der Beschenkte werde die eigene Begeisterung für das Geschenk teilen. Es kann durchaus vorkommen, dass dem bei allem redlichen Bemühen nicht so ist.

Der Beschenkte wird seine etwaige Enttäuschung tunlichst verbergen. Es gehört zu den Lasten des Lebens, auch mit unerfreulichen Dingen klaglos zurecht zu kommen. Ist die Überraschung geglückt, wird der Beschenkte seiner Freude in weder allzu überschwänglicher noch zu herber Weise Ausdruck verleihen. Es freut den Schenker, wenn er feststellen kann, dass sein Geschenk und die damit verbundene Botschaft von Zuwendung angekommen sind.

Bei aller Freude sollte auch ein Wort des Dankes nicht vergessen werden. Geschmacklos ist es hingegen, sich nach dem Preis der Gabe zu erkundigen bzw. diesen zu nennen.“

Ganz ehrlich: Wenn ich das lese, fühle ich mich gleich noch mehr unter Druck gesetzt! Deshalb habe ich im Laufe der Zeit meine ganz eigenen Strategien entwickelt, wenn ich Geschenke suche.

Meine Schenk-Strategien

  • Am liebsten schenke ich selbstgemachte Dinge, da sie sehr persönlich sind. Je nach Person und Anlass backe ich etwas, nähe ich zum Beispiel eine Mütze oder auch einen Schlüsselanhänger oder bastel eine schöne Karte. Das funktioniert allerdings nur, wenn ich genügend Zeit dafür habe.
  • Zudem mache ich wahnsinnig gerne Fotogeschenke für meine Freunde. Da ich viel und gerne fotografiere und auch eine tolle Fotokamera besitze, habe ich eigentlich immer ein tolles Bild parat, das ich auf eine Tasse, ein Kissen oder zum Beispiel auch auf einen Fotokalender drucken lassen kann. Das ist einfach immer eine super schöne Erinnerung und Geschenkidee!
  • Da ich eine begeisterte Leseratte bin, verschenke ich auch unglaublich gerne Bücher! Und da ich selbst viel lese, fällt es mir auch nie schwer ein gutes Buch zu finden, das sich verschenken lässt. Ich bin überzeugt: Bücher sind immer eine tolle Geschenkidee und passen zu jedem Anlass.
  • Möchte ich nur eine Kleinigkeit verschenken, schenke ich auch gerne Blumen oder Schokolade. Allerdings kein Strauß von der Tankstelle und keine schnöde Milka-Tafel. Da suche ich schon etwas schönes beim Blumenladen aus oder nehme eine kleine Schachtel Pralinen.
  • Geldgeschenke und Gutscheine sind nicht so meins. Das ist mir einfach zu unpersönlich und materiell. Das mache ich nur, wenn sich die Person das explizit wünscht…

Wie geht Ihr mit dem Geschenkestress um?

Sucht ihr auch so oft nach Geschenken für Freunde und Familie? Und welche Tipps und Tricks habt Ihr? Ich würde mich über Eure Kommentare freuen!

Flattr this!

Katharina Kokoska

Bloggerin von Frisch-gebloggt.de // iNerd // Bloggerin, Texterin, Web Consultant und Internet-Poweruser // Bücherwurm und leidenschaftliche Hobbyfotografin // Nach-Gran-Canaria-Ausgewanderte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.