Welchen Domainnamen für den Blog?

 

Blogging (Sue Richards/Flickr)

Viele Blogger wählen ihren eigenen Namen als Blognamen. Unter Lischen-Mueller.de und Max-Mustermann.com werden dann die eigenen Gedanken niedergeschrieben und der neue Blog mit Beiträgen gefüllt. Aber ist es wirklich so clever den eigenen Namen als Domainnamen für einen Blog auszusuchen?

Suchmaschinen und Keywords

Schauen wir uns die Thematik einmal unter dem Blickpunkt Suchmaschinen-Optimierung an. Eines der Ziele bei der Erstellung eines eigenen Blogs ist es natürlich, dass der eigene Blog über Google & Co. gut gefunden wird. Nach Lieschen Müller und Max Mustermann werden allerdings die wenigsten Internetuser suchen. Aus diesem Grund macht es natürlich mehr Sinn dem eigenen Blog einen Domainnamen auszusuchen, der zu dem Themengebiet des Blogs passt. Ihr wollt einen Kochblog starten? Dann sollte die Domain auch dementsprechend heißen! Lisas-einfache-Kochrezepte.de sind dann definitiv passender als Lischen-Mueller.de.

Themenrelevante Keywords in der Domain sind wichtiger als viele Blogbetreiber denken. Auch wenn Keywords bei der Suchmaschinen-Optimierung nicht mehr die große Rolle spielen wie noch vor ein paar Jahren, haben sie dennoch Einfluss auf das Ranking. Macht Euch also Gedanken nach was User googlen könnten, wenn sie eine Seite wie Euren Blog finden möchten. Wer nach Grillrezepten sucht wird nicht „Lieschen Müller“ in Google eingeben…

Ein guter Namen

Auch wenn die meisten Blog-Leser eine Domain nicht per Hand eingeben, sondern sie über Google, ihre Lesezeichen oder RSS-Reader öffnen – der Domainname sollte dennoch leicht zu merken und zu schreiben sein. Vielleicht wollt Ihr Euch Visitenkarten oder Buttons machen – da sollte der Domainnamen schon draufpassen und gut aussehen. Auch im Gespräch mit anderen Personen möchte man gerne auf den eigenen Blog aufmerksam machen. Da sollte der Domainname nicht zu lang und kompliziert sein, wenn das Gegenüber sich diesen merken soll. Stellt Euch einfach folgende Situation vor:

„Du bloggst? Cool, wie heißt denn die Internet-Adresse von Deinem Blog?“
„www.lischen-mueller-aus-Buxtehude-kocht-so-gerne-Pasta-und-Sossen.de, schau doch mal vorbei!“

Auch solltet Ihr darauf achten, dass Ihr Euch bei der Auswahl des Domainnamens nicht zu enge Grenzen steckt. Wenn Ihr Euch für Lisas-Backrezepte.de entscheidet, habt Ihr Euch für das Thema Backen entschieden und es wird schwierig später Grillrezepte auf dem Blog zu veröffentlichen.

Fazit

Sucht Euch einen kurzen, gut zu merkenden Domainnamen, der auch ein themenrelevantes Keyword enthält. Begrenzt Euch nicht zu stark, was das Thema Eures Blogs betrifft. Habt Ihr die Domain bei checkdomain.de geprüft (oder bei anderen Domainchecks) und sie ist frei, lasst sie Euch auf Euren Namen registrieren. Es ist wichtig, dass Ihr der Domain-Inhaber seid, sonst kann es später passieren, dass jemand Eure Domain beansprucht und der Aufbau Eures Blogs als Marke und das Sammeln der Backlinks umsonst waren.

 

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Katharina Kokoska

Bloggerin von Frisch-gebloggt.de // iNerd // Bloggerin, Texterin, Web Consultant und Internet-Poweruser // Bücherwurm und leidenschaftliche Hobbyfotografin // Nach-Gran-Canaria-Ausgewanderte

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4 Antworten

  1. Alex L sagt:

    Hi Katharina,
    schöner Artikel und ich hatte bei vielen meiner Domain auf „Internetblogger“ und „Alexanderliebrecht“ gesetzt. Falls jemand mich googeln sollte, wird vll. auf meine Blogs gelangen oder wenn jemand Internetblogger in die Google Suchmaske eintippt, könnte auf meine Inhalte stossen.

    Ich glaube, nach diesem Artikel sollte ich mich mal selbst googeln, was ich manchmal mache, um zu sehen, ob es Inhalte gibt, die nicht von mir, sondern über mich sind.

    • Hi Alex,
      habe mal nachgeschaut: Dein Name wird im Monat 110 Mal bei Google gesucht. Das Wort „Internetblogger“ 50 Mal. Ein Keyword wie beispielsweise „eigenen Blog erstellen“ wird dagegen 1600 Mal im Monat von Internet-Usern gesucht. Welches Keyword in der Domain steht bzw. auf dem eigenen Blog häufig vorkommt, beeinflusst sicherlich die Zugriffszahlen und wie gut eine Seite bei Google gefunden wird . Trotzdem möchte ich an dieser Stelle klar und deutlich festhalten: guter Content ist und bleibt das wichtigste Kriterium für einen erfolgreichen Blog – Keywords hin oder her!

  2. Dominik Horn sagt:

    Hi Katharina,

    du vernachlässigst den Aspekt des Personal Brandings. Da ist die Wahl vorname-nachname.de durchaus eine der besten Möglichkeiten – und wird auch durchaus so praktiziert.

    Wenn es allerdings um das Kochen (um bei deinem Beispiel zu bleiben) als Schwerpunkt gehen soll und der Autor nur „Beiwerk“ ist, dann hast du mit den Keywords schon recht. Wobei hier auch zu erwähnen ist, dass das nicht mehr unbedingt DER Rankingfaktor ist.

    • Hi Dominik,
      Danke für Deinen Kommentar!
      Dein Einwand zum Personal Branding ist selbstverständlich richtig. Wer sich selbst und seinen Namen als Marke aufbauen will, liegt mit einer Domain, die den eigenen Namen enthält, absolut richtig.
      Zum Thema Keyword in der URL: ich habe im Text erwähnt, dass dieses bei der Suchmaschinen-Optimierung nicht mehr die große Rolle spielt wie noch vor ein paar Jahren. Aber es macht trotzdem noch Sinn ein themenrelevantes Key in die Domain aufzunehmen. Der Blog wird somit definitiv leichter gefunden.

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